Top-Platzierungen für das GRT Grasser Racing Team bei doppeltem Saisonfinale

8f7da2f9cfc-oemcy8Gleich doppelt war das GRT Grasser Racing Team im Einsatz: Gleichzeitig standen die Saisonfinals des ADAC GT Masters in Hockenheim und der Blancpain-GT-Sprintserie in Barcelona auf dem Programm – und bei beiden Events gab es noch einmal Top-Ergebnisse für die Truppe um Teamchef Gottfried Grasser. „Es war ein sehr würdiger Saisonabschluss,“ freute sich der Österreicher. „Wir hatten ja in diesem Jahr doch einige Probleme, mit dem BoP, mit den Reifen. Dass wir jetzt am letzten Wochenende diese Herausforderung mit zwei europäischen Top-Rennserien an zwei verschiedenen Orten so gut bestanden haben, macht mich wirklich stolz.“ Vor allem seinem Team wollte Grasser deshalb einen großen Dank aussprechen: „Die Jungs arbeiten Tag und Nacht, bringen eine enorme Leistung. Das Auto, das an diesem Wochenende in Barcelona einen Podiumsplatz erreicht hat, ist zum Beispiel ein kompletter Neuaufbau. Das Auto gibt es erst seit einer Woche, weil wir vor kurzem einen größeren Testunfall hatten. Und dass es das Auto dann jetzt gleich auf´s Podium schafft, da kann ich nur sagen – Hut ab vor dieser Mannschaft.“

In Hockenheim hatte es am Samstag noch einen etwas schwierigen Beginn gegeben, nachdem Rolf Ineichen auf nasser Strecke in einer sehr schnellen Qualifying-Runde einen kurzen Ausrutscher zu verzeichnen hatte und so nur der zehnte Startplatz heraussprang. Dann gab es im Rennen auch noch eine Durchfahrtsstrafe, „sonst hätte es da schon für einen Podiumsplatz gereicht, nachdem wir ja sehr stark nach vorne gefahren waren,“ meinte Grasser nach dem neunten Rang für den Lamborghini Huracán GT3 mit der Startnummer 63.

Am Sonntag eroberte Christian Engelhart vom vierten Startplatz aus schnell Rang drei, fuhr dabei unter anderem die schnellste Rennrunde.  „Ich konnte am Start gleich einen der drei führenden Porsche überholen,“ erzählte Engelhart, „und dann gleich die Lücke zu fahren. Danach war es ein Vierkampf zwischen den beiden Porsche, mir und der Corvette, die vor allem auf der Geraden sehr schnell war.“ Eine Durchfahrtsstrafe für einen der führenden Porsche bedeutete sogar Platz zwei nach dem Fahrerwechsel zu Rolf Ineichen, doch durch einern Rennabbruch nach dem Crash von Jules Gounon (Corvette) wurde der große Vorsprung auf Platz drei, der bereits 20 Sekunden betragen hatte, zunichte gemacht. Beim Neustart hatte der Schweizer dann mit kalten Reifen zunächst ein kleines Problem, so dass zwei Konkurrenten überholen konnten und am Ende doch nur Rang vier blieb. „Aber insgesamt glaube ich, haben wir alle zusammen das ganze Jahr über einen sehr guten Job gemacht,“ so Engelhart. Und auch Grasser war zufrieden: „Wir waren heute das schnellste Auto im Feld – schöner kann man eine Saison kaum beenden.“

8f7da2f9cfc-oemcy82„Hätte uns zu Saisonbeginn jemand gesagt, dass wir gleich in unserem ersten Jahr  im ADAC GT Masters so viel erreichen, hätten wir das wohl nicht zu träumen gewagt. Andererseits: Wenn man einmal den Erfolg hat, dann will man natürlich immer mehr. Deshalb sehe ich auch dieses Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge,“ war Ineichen hin- und hergerissen. „Weil halt die Chance auf Platz zwei durchaus da war. Aber ich hatte am Anfang mit den kalten Vorderreifen einfach zu wenig Pace und da sind mir die zwei durchgerutscht. Danach konnte ich gut mithalten, bin aber halt nicht mehr vorbeigekommen, das nervt halt ein wenig.“

Trotzdem sei er grundsätzlich mit der Saison sehr zufrieden: „Wir haben zehn Siege in der Trophy-Wertung erzielt, da können wir sehr stolz sein. Dass es da nicht zum Meistertitel gereicht hat, liegt am Punktesystem. Denn mein Schweizer Landsmann Remo Lips (Gewinner der Trophy Wertung 2016) fährt halt zusammen mit einem Silber-Fahrer, ich mit Christian mit einem Gold-Fahrer. Deshalb werden seine Punkte eben immer mit dem Faktor 1,5 multipliziert, meine mit 1,0 – aber grundsätzlich ist das ja auch in Ordnung so.“  Sein Dank galt dem gesamten Team, „das immer mit sehr viel Herzblut und Einsatz gearbeitet hat, um die Autos optimal vorzubereiten, wir haben immer ein Top-Auto gehabt. Speziell möchte ich auch Gottfried danken, der immer alles versucht, um noch die letzten paar Zehntel aus dem Auto heraus zu holen, und meinem Teamkollegen Christian, ohne den diese Erfolge nicht möglich gewesen wären.“

Gewinn der Silbercup-Wertung in Barcelona

Beim Finale der Blancpain-GT-Sprintserie in Barcelona gab es für GRT Grasser Racing im Qualifikationsrennen mit Rang zwei einen Podiumsplatz für Nicolas Pohler und Mirko Bortolotti, im Sonntagsrennen landeten die beiden dann auf Platz fünf, nachdem Pohler am Start umgedreht worden war und zunächst viele Plätze verloren hatte. „Das war schade, aber wir haben uns mit Mirko dann doch wieder sehr gut nach vorne gekämpft, das zeigt, dass der Speed wirklich gestimmt hat, das war eine tolle Leistung.“

Grandios die Aufholjagd von Luca Stolz und Michele Beretta: Nach viel Pech im Qualifyingrennen mussten sich die beiden am Sonntag von Startplatz 28 wieder nach vorne kämpfen. Mit viel Speed und einer perfekten Strategie schafften sie es am Ende noch bis auf Rang sieben – das reichte für den Gewinn der Silbercup-Wertung: „Super“, freute sich Stolz, „dass wir das noch geschafft haben. Danke an das Grasser-Team für den perfekten Boxenstopp und die tolle Strategie.“  Auch Gottfried Grasser war stolz auf seine beiden Jungs: „Den Junioren-Titel in der Blancpain-Serie zu holen ist ein tolle Leistung. Insgesamt war es aber auch wieder eine starke Performance des ganzen Teams, wie schon am Nürburgring beide Autos ganz vorne in den Top Ten zu haben.“

Jetzt blickt Grasser schon voller Vorfreude auf das Winterprogramm und auf das kommende Jahr: „Wir werden mit zwei Autos in Daytona (24h) und bei den 24 Stunden von Dubai an den Start gehen, und dann 2017 auch wieder sowohl beim ADAC GT Masters als auch in der Blancpain-GT-Serie dabei sein. Und da heißt es dann mit Sicherheit vollen Angriff auf den/die Meistertitel.“

Kommendes Wochenende geht GRT Grasser Racing dann noch bei den 24h Brünn mit dem GRT Lamborghini Huracan GT3 (#963) mit Rolf Ineichen (CH) Adrian Amstutz (CH) und Andrea Caldarelli (I) an den Start.

Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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